Leinen Los von byebye

„Ich bin weg, ich leg ab, ich mach die Leinen los“

 

Im Januar spielten byebye, ein Singer&Songwriter-Duo aus Leipzig ein Wohnzimmerkonzert bei uns im niA Wohnzimmer Osnabrück. Vorab haben sie ihren Song „Leinen Los“ für euch gespielt.

 

byebye sind Olli und Tim. Die studierten Lehrer (Kunst und Musik) touren seit 2013 zusammen durch Deutschlands Wohnzimmer. Ihr Album „Eine dir unbekannte Band“ erschien auf dem eigens von Olli gegründeten Label „Kopf an, Tür auf“. Ihre Musik beschreiben die Beiden als Akustikpop mit deutschen Texten die elektrisiert, kritisiert und auch nicht zu selten mit charmanter Selbstironie zum Schmunzeln anregt. „Leinen Los“ ist, wie alle ihrer Songs, als Tagebucheintrag entstanden und handelt vom Aufbrechen ins Abenteuer und Abtauchen in eigene Welt.

 

Mehr zu byebye:
Website//www.byebyemusik.de
Facebook//facebook.com/byebyemusik

 

Leinen Los © byebye

 

Ich atme tief ein
und es fühlt sich so an als hätte ich das schon jahrelang nicht mehr getan.
Ich find das traurig, dass mich das überrascht,
wir gut die Luft hier riecht und was in meine Lungen passt.

 

Ich hab überlegt, wann war ich das letzte Mal so richtig tiefenentspannt.
Bei all dem Kram, der mich bewegt, produziert mein Gehirn Hektik am laufenden Band.

 

Ich bin weg, ich leg ab,
ich mach die Leinen los
Ich versuchs, ich tauch ab, für eine Weile bloß,
denn da ist noch viel mehr und ich kanns nicht erwarten,
dass irgendwas passiert.
Dafür glaub ich zu sehr, dass alles, was als Sehnsucht beginnt
schnell an Bedeutung gewinnt.

 

Ich mach mein Telefon übers Wochenende aus
und alle sind so schockiert.
Inzwischen gehört das hier wohl zr guten Manier,
dass man erreichbar bleibt.

 

Ich bin längst schon unterwegs
auf geheimer Mission und hoffe, dass sich mir erklärt,
ob man den Sonnenuntergang irgendwie verlängern kann,
wenn man schnell genug nach Westen fährt.

 

Ich bin weg, ich leg ab,
ich mach die Leinen los
Ich versuchs, ich tauch ab, für eine Weile bloß,
denn da ist noch viel mehr und ich kanns nicht erwarten,
dass irgendwas passiert.
Dafür glaub ich zu sehr, dass alles, was als Sehnsucht beginnt
schnell an Bedeutung gewinnt.

 

Ich seh mich irgendwann
dann schon als alter Mann
mitten in der Nacht auf einer Parkbank sitzen
Und in Gedanken reiß ich immernoch die Bäume aus
und schicke ein paar neue Träume
in den Sternenhimmel raus

 

Ich bin weg, ich leg ab,
ich mach die Leinen los
Ich versuchs, ich tauch ab, für eine Weile bloß,
denn da ist noch viel mehr und ich kanns nicht erwarten,
dass irgendwas passiert.
Dafür glaub ich zu sehr, dass alles, was als Sehnsucht beginnt
schnell an Bedeutung gewinnt.
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