Fliegendreck von Samuel Breuer

„ein Kontaktfaden nach dem anderen zerissen, alles voller Kackfarben vollgeschissen“

 

#liebeindiewelt ist für Samuel Breuer der Kern von dem, worum es im Leben geht. Unabhängig von seiner Musik wünscht er sich, dass es das ist was Menschen zusammenbringt: Die Liebe zu sich selbst, seinen Mitmenschen und dem was man tut. Es ist eine Einladung zu Träumen und das zu tun, wonach das Herz schreit.
Der Song Fliegendreck ist wärend Samuels Auslandsaufenthalt entstanden. In Kanada hat er, wie er selbst sagt „das Gefühl alleine zu sein“ kennengelernt. Gleichzeitig hat er gespürt wie es ist, wenn Freundschaften zerfließen und man an dem Ort, wo man gerade ist, kein zu Hause findet.
Samuel Breuer studiert derzeit in Bonn und verbringt seine Abende damit in Cafés, Bars und Wohnzimmern Konzerte zu spielen. Schaut euch auf seiner Website um und findet heraus, ob er bald vielleicht auch in eurer Nähe spielt!

 

Mehr zu Samuel Breuer
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Fliegendreck (c) Samuel Breuer

 

Es ist Nacht / Ich lieg schon wieder wach in meinem Kissen / suche lange schon den Knopf gegen das Vermissen / woher sollte ich das bitte wissen? / ein Kontaktfaden nach dem anderen zerissen / alles voller Kackfarben vollgeschissen / so behindert meine rosa Brille eine klare sicht / wühl‘ in Erinnerung und suche darin ein Gesicht / doch tragen alle eine Maske ich erkenn‘ sie nicht / und am Ende dieses Tunnels leuchtet eh nie Licht / denn ich habe die Glühbirnen zerbrochen / dass mein Plan gestunken hat, habe ich nicht gerochen / hab versprochen / dass ich wieder da sein werd‘ / aber noch haben meine Lieder gar kein‘ Wert / ohne die Musik würd ich das alles gar nicht durchstehn / fühle mich als würd ich in nem Fleischwolf durchdrehn / ich bin so leer wie Löcher, du kannst durch mich hindurchsehn / manche sind schon ausgewachsen, kannst da sogar durchgehn

 

Alles was dir bleibt, ein kleines bisschen Fliegendreck / denn dein Bruder, deine Freunde, alle fliegen weg / aber du hast du dich zuerst entfernt / es ist wahr wenn sie erzählen, dass man verlorenes erst schätzen lernt

 

Es ist Tag / ach wäre das schön, wenn ich ’ne Zeitmaschine hätt‘ / dann wäre keine meiner Nächte nochmal schlafsuchend im Bett / ich würde nicht mehr wie ein Meerschwein im Dreck wühlen / alle meine Sorgen wie das Meer fein wegspülen / weit weg in vergangene Zeit / hinter Glitzerstäben ich, der Gefangene schreit: / „ich hab‘ es satt / will zurück in meine eigene Stadt! / ich kann nicht weiterkämpfen, das ist ein Patt“ / doch gibt es eine Zeit für alles, dann auch für das Leid / manchmal kommt es mir so vor als bringt mich das erst weit / weit weg an einen anderen Ort / es dauert meistens leider lang / aber ich will es sofort / und die Ungeduld kommt immer schneller / als flöge ich durch Zeit und Raum wie ein Teller / the next Uri Geller / komm hebe mich hoch wie ein Volleyballsteller / sonst falle ich tiefer als vom Rockefeller / bis in deinen Keller / als wär ich nur ein Halbintelektueller aus Eller / du scheinst, mach mich heller / bitte bau mir ein Lufthaus / denn aus mir ist die Luft raus

 

Ich verstehe ja, dass euer Leben weitergeht und der Zeiger eurer Lebensuhr sich heiter dreht aber führt das dazu, dass keiner mein Leid versteht und die Brücke des vertrauens wie die Zeit vergeht

 

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